Herrn
Ronald Kenneth Noble
Interpol-Generalsekretär
200, quai Charles de Gaulle
69006 Lyon
Frankreich
Sehr geehrter
Herr Ronald Kenneth Nobel,
wir haben vor
kurzem erfahren, dass Interpol die Namen der zwölf Mitglieder und Anhänger
unserer Partei als "Wanted" auf ihrer Website veröffentlicht hat. Es sind dies:
1. Abdali, ALI
2. Darabi, Abdollah
3. Fatehi, RAHMAT
4. GOLCHINI, Asadollah
5. HAJI Mohammadi, Khaled
6. Hosseinzadeh, Rahman
7. MODARESI, Kurosh
8. MOHHAMADI, MOZAFAR
9. NAVAND, Rasoul
10. PIRKHEZRI, TOFIGH
11. Sardari, Saleh
12. ZIGI, Salam
Dies ist ein Schock für uns und natürlich auch für die iranische Opposition, die politischen Parteien und zahlreiche freidenkende Menschen. Die oben genannten Personen sind seit 1979 bekannte Gegner des islamischen Regimes. Sie gehören zu den beliebten politischen Aktivisten und sind angesehene Persönlichkeiten innerhalb der iranischen Opposition. Sie sind alle anerkannte politische Flüchtlinge und Staatsbürger ihrer jeweiligen Exilländer wie Schweden und Deutschland. Diese Menschen sind Opfer der Islamischen Republik. Für Sie wurde politisches Asyl nach Angaben der Vereinten Nationen für Flüchtlinge nach der Convention 1951 gewährt.
Seitdem sie im
Ausland sind, betätigen sie sich in offenen politischen Aktivitäten gegen die
iranische Regierung, unter anderem setzen sie sich für die Abschaffung der
Todesstrafe und die Rechte von Frauen und Kindern zu helfen.
Die
Veröffentlichung der Namen von diesen Oppositionellen durch Ihre Organisation
hat sehr viel Unruhe unter den iranischen Flüchtlingen außerhalb des Landes
verursacht. Diese Aktion ist eine beispiellose politische Entwicklung gegenüber
iranischen politischen Oppositionellen. Ein Regime, das für seine Brutalität und
seinen repressiven Charakter berüchtigt ist, benutzt Interpol dazu, seine
politischen Gegner bis ins Exil zu verfolgen und deren aufgebaute Existenzen
durch Rufmord zu zerstören.
Wir machen Interpol für die Festnahme und/oder die Auslieferung wie auch physischen, psychischen und finanziellen Schaden verantwortlich, den diese Menschen und ihre Familien erleiden.
Die Einbeziehung
unserer Mitglieder in der Liste der gesuchten Personen wirft eine Reihe von
Fragen um die Glaubwürdigkeit von INTERPOL auf. Kann jetzt jedes terroristische
Regime in dem die Menschenrechte missachtet werden, unter Zuhilfenahme
westlicher Behörden seine Gegner bis ins Exil verfolgen?
Diese neue
politische Entwicklung hat die Zuständigkeit und die Glaubwürdigkeit der
INTERPOL in die iranischen Gemeinden im Iran wie auch im Ausland in Frage
gestellt. Wir glauben nicht, dass die Mitarbeit mit den brutalsten Regierungen,
deren Staats- und Regierungschefs selbst in der westlichen Welt als Terroristen
gelten eine Aufgabe von Interpol ist.
Wir werden alle
rechtlichen und politischen Wege ausschöpfen, um die Namen dieser Personen aus
der „Wanted“-Liste entfernen zu lassen.
Wir fordern INTERPOL auf, diese Liste sofort zu löschen.
Hochachtungsvoll
Soraya Shahabi
Sprecher der Kampagne "Stop the Conspiracy der Islamischen Republik Iran und INTERPOL"
Te: (44) 0203 287 3558
stop.terror.conspiracy @ googlemail.com






